Wenn es nach Zimt duftet und der braune Zucker leicht karamellig wird, fühlt sich selbst ein ganz normaler Nachmittag plötzlich wie „Backstube“ an. Genau dieses Gefühl holen diese Plätzchen auf das Blech – mit buttrigem Teig, Zimtwirbel und knusprigen Kanten.
Das Rezept ist praktisch, weil du den Teig als Rolle kurz kühlst, dann einfach in Scheiben schneidest und gleichmäßig backst. Durch Butter und einen Löffel Frischkäse bleiben die Plätzchen angenehm zart, während Zimt und brauner Zucker für den typischen Zimtrollen-Charakter sorgen.
Der Würzmoment: Warum dieses Rezept funktioniert
Weiche Butter sorgt für Volumen beim Aufschlagen, der Frischkäse macht den Teig geschmeidig und weniger trocken. Die Mischung aus weißem und braunem Zucker bringt nicht nur Süße, sondern auch Tiefe: Der braune Zucker schmilzt beim Backen leicht an den Rändern und liefert genau diese zarte Karamellnote, die mit dem Zimt richtig rund schmeckt.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Du bekommst den Zimtrollen-Geschmack als Plätzchen: Zimt + brauner Zucker als sichtbarer Wirbel in jeder Scheibe.
- Der Teig lässt sich nach dem Kühlen sauber schneiden – für gleichmäßige, hübsche Runden ohne „Auslaufen“.
- Durch Butter und Frischkäse werden die Plätzchen zart, nicht trocken-krümelig.
- Die Ränder werden in 10–12 Minuten leicht goldbraun – genau der Punkt für knusprige Kanten und weiches Inneres.
- Vanilleextrakt gibt dem Zimt eine warme, runde Basis (statt nur „Zimt-Zucker“).
- Optionaler Puderzucker-Guss macht sie festlich, ohne dass du extra Dekoration brauchst.
Zutaten mit Gewürz-Notizen und Alternativen
Ein kleiner Hinweis vorab: Die Mengen sind ursprünglich in „Tassen“ angegeben. Wenn du nach Gewicht arbeitest, wiege am besten ab – das ist bei Mehl besonders zuverlässig.
- 2 ¾ Tassen Allzweckmehl (alternativ: Weizenmehl Type 405)
- ½ TL Backpulver
- ¼ TL Natron
- ¼ TL Salz (klein, aber wichtig: hebt Butter und Zimt)
- ¾ Tasse ungesalzene Butter, weich (wenn du nur gesalzene Butter hast: das zusätzliche Salz im Teig eher knapp halten)
- 2 EL Frischkäse, weich (macht den Teig zarter und leichter formbar)
- ¾ Tasse weißer Zucker
- ½ Tasse brauner Zucker, fest gedrückt (für karamellige Tiefe in der Füllung/Schicht)
- 1 großes Ei
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 ½ EL gemahlener Zimt (nicht zu sparsam – der Zimt ist hier der Hauptton)
- ½ Tasse Puderzucker (optional, für Glasur)
So gelingt dir Zimtrollen-Plätzchen
- Ofen auf 175 °C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Weiche Butter, weichen Frischkäse, weißen Zucker und braunen Zucker in einer großen Schüssel cremig schlagen, bis die Masse hell und fluffig wirkt.
- Ei und Vanilleextrakt dazugeben und gründlich einrühren, bis alles homogen ist.
- In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz gut vermengen, damit sich die Triebmittel gleichmäßig verteilen.
- Die trockenen Zutaten vorsichtig unter die feuchte Mischung heben, bis ein zusammenhängender Teig entsteht. Nicht „tot rühren“ – sobald kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist, stoppen.
- Den Teig halbieren und jede Hälfte zu einem Rechteck von etwa 0,5 cm Dicke ausrollen. Wenn er sehr weich ist, kurz warten oder minimal bemehlen, damit nichts klebt.
- Braunen Zucker und Zimt gleichmäßig über die Rechtecke streuen – bis an den Rand, damit der Wirbel später schön deutlich wird.
- Die Rechtecke fest aufrollen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank kühlen. Das Kühlen ist der Schlüssel, damit die Rollen beim Schneiden nicht plattgedrückt werden.
- Die Rollen in ca. 1,25 cm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Abstand aufs Blech legen (sie laufen beim Backen leicht auseinander).
- 10–12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Nicht auf „dunkel“ warten – dann werden sie schnell zu trocken.
- Die Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech auskühlen lassen (sie setzen sich noch), dann auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
- Optional: Nach dem vollständigen Abkühlen mit Puderzucker-Glasur beträufeln.
Würz-Tipps und Fehler vermeiden
- Zimt nicht erst „nach Gefühl“: Er gehört direkt mit dem braunen Zucker auf den ausgerollten Teig, damit der Wirbel aromatisch bleibt.
- Wenn die Rollen beim Schneiden oval werden: erst vollständig durchkühlen lassen und mit einem scharfen Messer ohne Sägen schneiden.
- Goldene Ränder sind das Ziel: Sobald die Kanten Farbe nehmen, lieber raus – die Mitte soll zart bleiben.
- Salz wirkt hier wie ein Aromaverstärker: Auch die kleine Menge macht Butter, Vanille und Zimt klarer.
- Teig zu weich zum Ausrollen? Dann die Hälfte kurz beiseitelegen und erst die erste Portion fertig rollen/kühlen – so bleibt alles kontrollierbar.
Variationen
Du kannst die Plätzchen schlicht lassen (ohne Glasur), wenn du sie eher „keksig“ und weniger süß möchtest. Oder du setzt auf den Puderzucker-Guss für die klassische Zimtrollen-Optik – besonders hübsch, wenn der Zimtwirbel beim Anschneiden klar zu sehen ist.
Serviervorschläge und Beilagen
Am liebsten serviere ich sie, wenn sie komplett ausgekühlt sind: Dann sind die Kanten knusprig und der Zimtduft wirkt „sauber“ statt dampfig. Auf einer Keksplatte machen sie sich toll zwischen neutraleren Butterplätzchen, weil der Zimt-Zucker-Wirbel sofort heraussticht.
Wenn du glasierst, gib den Guss erst kurz vor dem Servieren darüber – so bleibt die Oberfläche fein und die Plätzchen behalten ihren Biss.
Aufbewahren und Aufwärmen
Lass die Plätzchen vollständig auskühlen, bevor du sie verstaust, damit sie nicht weich werden. Glasierte Plätzchen am besten so lagern, dass sie nicht stark aufeinanderliegen, damit die Glasur nicht verschmiert.
FAQs
Kann ich Zimtrollen-Plätzchen vorbereiten?
Ja – der Teig wird ohnehin gekühlt. Du kannst die Rollen vorbereiten, kühlen und dann in Scheiben schneiden und backen.
Warum muss der Teig gekühlt werden?
Damit die aufgerollten „Schnecken“ beim Schneiden stabil bleiben und der Zimt-Zucker-Wirbel im Ofen nicht einfach zerläuft.
Wie mache ich das Rezept milder?
Reduziere am ehesten den Zimt in der Füllschicht (Zimt ist hier der dominante Ton). Vanille und Butter bleiben dann stärker im Vordergrund.
Kann ich Frischkäse weglassen?
Der Frischkäse ist Teil der Textur (zarter, weniger trocken). Wenn du ihn weglässt, verändert sich die Konsistenz – das Rezept ist darauf ausgelegt, ihn mitzuschlagen.
Woran erkenne ich, dass sie fertig sind?
An leicht goldbraunen Rändern nach etwa 10–12 Minuten. Die Mitte wirkt oft noch etwas weich, wird aber beim Auskühlen fester.
Fazit
Wenn du Lust auf den Geschmack von Zimtrollen hast, aber lieber etwas Handliches zum Naschen möchtest, sind diese Plätzchen genau richtig: buttrig-zart, mit karamelligem Zimtwirbel und genau der richtigen Portion Knusperrand. Wenn du gern vergleichst oder weitere Zimtrollen-Plätzchen-Interpretationen suchst, schau dir auch das Rezept Cinnamon Roll Cookies, das Zimtschnecken-Plätzchen Rezept von Dr. Oetker oder dieses weihnachtliche Zimtschnecken-Plätzchenrezept an.

Zimtrollen-Plätzchen
Ingredients
Method
- Ofen auf 175 °C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Weiche Butter, weichen Frischkäse, weißen Zucker und braunen Zucker in einer großen Schüssel cremig schlagen, bis die Masse hell und fluffig wirkt.
- Ei und Vanilleextrakt dazugeben und gründlich einrühren, bis alles homogen ist.
- In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz gut vermengen.
- Die trockenen Zutaten vorsichtig unter die feuchte Mischung heben, bis ein zusammenhängender Teig entsteht.
- Den Teig halbieren und jede Hälfte zu einem Rechteck von etwa 0,5 cm Dicke ausrollen.
- Braunen Zucker und Zimt gleichmäßig über die Rechtecke streuen.
- Die Rechtecke fest aufrollen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
- Die Rollen in ca. 1,25 cm dicke Scheiben schneiden und auf das Blech legen.
- Plätzchen 10–12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind.
- Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech auskühlen lassen und dann auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
- Optional: Nach dem vollständigen Abkühlen mit Puderzucker-Glasur beträufeln.

